kia ora!
die zeit fliegt und schwups ist ein halbes jahr mit reisen verflogen. ich versuche mich an den anfang zu erinnern, an einzelne personen, an bestimmte erlebnisse, an schoene momente und ueberhaupt das halbe jahr im zusammenhang. das gefuehl das mich gerade fest ist griff hat ist glueckseligkeit und zuversicht; ich befinde mich in neuseeland und bin wohl ein grosser glueckspilz!
ende januar ging mein flug von brisbane (australien) nach auckland (neuseeland) und etwas uebermuedet und ungluecklich bestritt ich die 3 stunden, hatte aber das glueck neben john zu sitzen, einem iren in meinem alter, der genauso muede und wenig ahnung hatte wie ich von neuseeland. er wuerde fuer ein halbes jahr die kiwis besuchen, ich fuer 6 wochen. ich hatte weder ein hostel vorgebucht, noch irgendwelche anderen plaene geschmiedet, da die zeit vor der abreise alles andere als ruhig war. ich verliess mein heimisch gewordenes brisbane und australien mit dem trost, wieder in eineinhalb monaten zurueckzukehren.
die woche davor hatte ich mit steffi in byron bay verbracht; kurz zusammengefasst fuer das memoir will ich festhalten, dass wir eine verrueckte zeit hatten in nimbim, dem kleinen hippie dorf in den bergen, dort einen berauschenden nachmittag erlebten, die gefahren des meeres wortwoertlich hautnah zu spueren bekamen durch eine qualle die gedachte, sich im seichten wasser eines grauen nachmittags um mich zu wickeln und mir einen riesenschreck zu verpassen, wir den oestlichsten punkt australiens mit fahrraedern erklommen, dann weiterfuhren in das touristische „surfers paradise“ am „australia day“, der mir wie eine allgemeine gehirnwaesche vorkam, da einfach jeder jeden alters vollkommen in patriotismus aufging und fuer einen tag sich selbst und das land mit alkohol begoss (die australier sind bekloppt, ich kanns nur immer und immerwieder wiederholen, jedoch liebenswert ), ich das erste mal live rodeo zu sehen bekam, mit der silhouette der stadt im hintergrund, einem abstrusen bild, dann zwei tage bei freunden von steffi wohnten und uns die zeit mit shoppen vertrieben und irgendwie langsamer waren als die gesamte welt um uns herum; ob das noch die nachwehen nimbim’s waren?! wer weiss das schon…
nun sass ich also im flugzeug, und war froh dass ich john hatte der mich unterhielt und mich einfach in sein hostel eincheckte, sodass ich mich um nichts kuemmern musste. die naechsten tage verbrachten wir mit vier franzosen die zwar nach neuseeland gekommen waren um englisch zu lernen, aber zu faul waren es zu sprechen und so kam es, dass ich sprachlich vollkommen verwirrt wurde und mich zwischen deutsch, englisch und franzoesischen zu hangeln versuchte.
auckland, die stadt in der ich ankam, die sich auf der nordinsel neuseelands in der oberen haelfte befindet, war europaeischer als die staedte die ich bis dahin in australien gesehen hatte, ueberfordete aber mein derzeitiges gemuet; ich haette mich lieber auf einer einsamen insel mit wenig menschen und viel natur befunden, als in einer von asiaten besetzten grossstadt die sich ewig in die breite zieht und wenig attraktiv ist. vor allem aber zeigten sich unerwartete gravierende unterschiede zu dem australischen leben, die von der sprache ueber kulinarisch gewohnheiten bis hin zur gesellschaft, bzw ureinwohnern, den mauris, gehen. nach drei tagen im chaos bestieg ich die faehre, die mich ins paradies fahren sollte; nach waheke island, wo anselms grosser bruder mit seiner hochschwangeren freundin abby seit 5 jahren wohnt, ein kleines haeuschen besitz und ein leben auf der kleinen insel geniesst, die stark vom alternativen flair gepraegt ist; es gibt dort einen waldorfkindergarten, eine waldorfschule ist in planung und marken wie „rapunzel“ und „weleda“ sind kein fremdwort. als wir das erste mal einen kleinen lebensmittelladen betraten haette ich freudentraenen vergiessen koennen bei dem anblick von biodatteln und fair trade bio caffee, sowie vollkornbrot mit angemesser konsestenz! bei johannes und abby zuhause wurde ich herzlich aufgenommen, die zwei sind wirklich nett und es war ein etwas seltsames gefuehl einen „mall“ so weit vom heimischen heidelberg zu treffen und er doch nicht der anselm war.. am letzten tag, nach drei tagen in der haengematte chillen und lesen mit der katze uf dem bauch, bestritt ich meinen schweinehund, schnappte mir das mountainbike und erkundete das huegelige waiheke, was sich nachher als extremer nachteil herausstellte; bei der anstrengung half nur eine kleine erfrischung beim winzer. also machte ich mich auf den weg zum naechsten weingut und hatte meine erste weinprobe; ich versuchte interessiert und wissend zu schauen, wobei ich mir nicht sicher bin in wieweit mir der nur ein paar jahre aeltere winzer hinter der theke abnehmen konnte was ich vorgab… ein riesen spass auf jeden fall!!
die insel waiheke beherbergt um die 8.000 einwohner, wobei die tendenz steigend ist, was man nur verstehen kann; eine wunderschoene idyllische insel, eine halbe stunde mit der faehre entfernt von auckland, gibt sie einem alles, was man zum gluecklichsein braucht. meisst besseres wetter als in auckland, menschenleere straende und buchten, kurvige strassen, etliche winzereien, ein kleines staedtchen mit vielen caffees und einer guten atmosphaere.die zwei, johannes und abby, haben sich wohl fuer genau das richtige entschieden!
als ich, nachdem wir die faehre 2 mal hintereinander verpasst hatten, in auckland wieder ankam, hatte ich mich fuer den abend mit dem maori steve verabredet, weil wir am naechsten tag mit einer gruppe deutscher studenten, die ein austausch praktikums programm in neuseeland machten, in den norden neuseelands aufbrechen wuerden, ein kurzer trip uebers wochenende. steve ist der organisator fuer dieses austauschprogramm und organisiert manchmal solche kurzen ausfluege. wir hatten einen kleinen bus, waren eine gruppe von 10 leuten und fuhren in drei tagen einmal rum um die noerdlichste spitze. diese soll wohl das schoenste von der nordinsel sein, fuer mich war alles schoen weil die landschaft so ganz anders als die australiens ist. gruene huegel, viele berge, steinigere straende. beeindruckend war der noerdlichste punkt, auf dem ein leuchtturm steht, und an dem wir den sonnenuntergang sahen. an der westkueste gibt es mammut baeume, die einen so dicken stamm haben, dass man 14 leute braucht um ihn umfassen zu koennen. durch steve erfuhren wir in den tagen etwas von der alten kultur neuseelands, der maori kultur, was fuer uns alle interessant war.
auf dem rueckweg liess mich steve in warkworth aussteigen, 60km ueberhalb von auckland, wo ich judi und stan treffen sollte, um eine woche bei ihnen zu „wwoofen“. „wwoofing“ ist ein programm und ausgeschrieben erklaert wohl am besten was es ist: „Willing Workers On Organic Farms“. es gibt ein buch fuer jedes land mit allen adressen von allen farmen die bei dem programm mitmachen, man kann dann die familien kontaktieren, und wenn es klappt, lebt man fuer ein paar tage oder auch wochen auf der farm, arbeitet ein paar wenige stunden am tag und bekommt dafuer freie unterkunft und verpflegung.
ich glaube ich hatte ziemliches glueck mit judi und stan; ich musste wenig arbeiten, hatte mein eigenes zimmer mit grossem bett und eigenem computer, kleinem badezimmer und bekam koestlichste biologische (:)) verpflegung. das haus befand sich mitten im nirgendwo, egal von welchem punkt vom haus aus man sich umschaute konnte man weit und breit kein anderes haus entdecken und die meistgehoerten geraeusche waren kuhrufe und vogelgesang. der ein oder andere wird wohl vielleicht denken „wie langweilig..“, ich aber hatte gar keine zeit mich zu langweilen; ich hatte endlich unbegrenzte zeit im internet (gell leonie:)), hatte den guten charles dickens auf dem nachttisch liegen und dann gab es noch die beiden katzen zum spielen. ausserdem entwickelte ich eine unglaubliche freude daran, lange spaziergaenge zu machen und das beste erlebnis war wohl, nach einem heissen tag bei sonnenuntergang eine stunde joggen zu gehen und danach total verschwitzt aber gluecklich den schweinehund ueberwunden zu haben im garten zu stehen und direkt vom busch die passionsfruechte zu verspeisen; passionsfruechte die einen so intensiven geschmack hatten, dass mir waehrend ich schreibe das wasser im mund zusammenlaeuft und meine zunge prickelt…
und dann, ganz ploetzlich und spontan, entschied ich mich nach wellington zu fahren, rob zu treffen und mit ihm zu reisen.
doch bevor das wahr werden konnte, hatte ich noch eine praegende nacht vor mir….
judi brachte mich zurueck nach warkworth, wo ich den nachtbus besteigen konnte; ich hatte eine 14 stuendige reise durch die gesamte nordinsel vor mir.
am busbahnhof in auckland konnte ich mich mit dem vorteil meiner koerpergroesse geschickt als eine der ertsen in den bus schmuggeln, erfasste schnell die sitzsituation und fuehlte mich clever als ich sekunden spaeter mich in die links hinterste ecke, in der endreihe des buses heimisch einrichtete. ich breitete mich auf drei sitzen aus und war nur wenig begeistert, als ein kleines maedchen neben mir platz nahm, sodass nur noch zwei sitze fuer mich uebrig blieben. ich weinte mich ueber den verlust des sitzes in den schlaf, als ich eine viertel stunde spaeter unsanft von den unbeholfenen animationsversuchen des busfahrers und seinen holbrigen bremsgewohnheiten geweckt wurde. wir stoppten kurz um noch weitere fahrgaeste mitzunehmen. ich an meinem fensterplatz schaute verschlafen auf die wuselnde menge und eine recht oppulente maori frau fiel mir besonders auf; ich fragte mich leise ob sie wohl gekommen war um jemanden zu verabschieden oder ob sie sich wirklich durch in die engen sitzreihen des buses quetschen wollte. minuten spaeter wusste ich die antwort: ja, sie wollte, und fuer mich unvorteilhafterweise wollte sie genau neben mir. nicht schon genug, dass ich einen sitz verloren hatte, jetzt blieb nur noch ein halber uebrig! bepackt mit unzaehligen taschen und unwiegbarem gewicht hiefte sie sich zwischen mich und das kleine maedchen ohne auch nur rot zu werden. sprachlos und unbeholfen, mit dem gesicht an die fensterscheibe gedrueckt, sass ich da als der bus wieder anfuhr um die 600km zu bestreiten. sie faltete ihre haende ueber dem bauch und irgendwie tat sie mir leid, weil sie wirklich keinen platz hatte, ihre knie und arme beruehrten den sitz vor ihr, sie war aber nicht die einzige die litt. nach ein paar stunden schlief sie seelig ein mit einem leisen schnarchen gefolgt, ihr koerper entspannte sich sowie ihre muskeln, ihr schwerer arm glitt langsam auf mich und nach kurzer zeit bekam ich klaustrophobische gefuehle… der koerperkontakt zu ihr hielt die ganze nacht an mit dem vorteil, dass mir nicht kalt werden KONNNTE trotz der uebertrieben aufgedrehten klimaanalge, und irgendwann kamen mir gedanken wie: was ist wenn ich wirklich aufs klo muss? da ist kein ausweg und zum aufwecken war ich zu eingeschuechtert, dieser massive koerper neben mir ein unverrueckbares hinderniss, die unglaublichen massen fleisch jedoch liessen mich an ein erlebnis in den fruehen stunden des gleichen tages erinnern, als judi mit mir zum markt ging und danach mir einen „old fashioned“ fleischermeister zeigen wollte. wir hatten vor dem schaebig aussehenden kleinen haeuschen geparkt, stiegen aus in den stroemenden regen, und ich dachte mir nicht viel dabei. ich haette mir ein altes verschrumpeltes grossvaeterchen vorgestellt, in seinem vor 50 jahren eingerichteten kleinen fleischerladen; jedoch bin ich wahrscheinlich viel zu jung um irgendeine vorstellung zu haben von frueheren gegebenheiten und so war ich doch recht erstaunt als ich die tuer mutig oeffnete und das erste was mir entgegen kam ein mann war, der ein ganzes gefrorenes schwein unter dem arm in den kofferraum seines allrad antrieb autos trug, und als wir den laden betraten, wir eine spartanische einrichtung vorfanden mit einer theke, einer ungefaehr 1003 jahren alten kasse und einem telefon, in der mitte ein grosser runder steinklotz mit 1.5 meter durchmesser, in der hinteren ecke des kleinen raumes eine stahlstange an der an hacken diverse koerperteile hingen, und einer offenen tuer zu einem raum, was wohl so etwas wie der lagerraum sein musste. gab man eine bestellung ab, ueberlegte der um die 50 jahre alte fleischermeister kurz, nahm das gewuenschte vom hacken, nahm das beil dass um seine huefte hing, ging zum stein in der mitte und hackte „die kreuz und die quer“ bis der kunde zufrieden „stop!“ rief. leicht in meinem unschuldigen vegetarier herz geschockt und einem lauen bauchgefuehl stieg ich ins auto und wir verliessen das jahr 1956.
die sonnenstrahlen weckten mich als wir zu einer unmoeglich fruehen morgenstunde in der hauptstadt neuseelands wellington ankamen. Haette ich zu diesem zeitpunkt auch nur ahnen koennen, was mich die naechsten vier wochen erwartete, haette es keine zeit fuer muedigkeit gegeben, waere ich wahrscheinlich huepfend um laternenpfaehle gerannt und haette ganz wellington mit seemannsrufen geweckt. Aber noch besitze ich nicht die faehigkeit, die zukuft vorrauszusehen und so musste ich die zaehen morgenstunden in der kaelte an unserem vereinbarten treffpunkt auf rob warten, der, wie sich spaeter herrausstellte, nicht weit entfernt auf einem parkplatz in seinem aussen gelben, innen gruenen, und die decke rot bespannten „cool runnings“ schlummerte.
Als wir uns endlich kennenlernten, war ich nur positiv uebrrascht; rob, ein verrueckter englaender aus newcastle war ueberaus gastfreundlich, witzig, entertainend, von sich ueberzuegtes gesangstalent, easy going und ich liebe einfach seine roten locken und seine sommerbesprosste gebraeunte haut! Wenig spaeter lernte ich den rest unserer crew kennen; sivan aus israel, theresa aus berlin, und marissa aus new york. Alle vier um die 5-8 jahre aelter, was mir nach kurzer zeit den spitznamen „little“ einbrachte. Dieser name hat sich so sehr als eine gewohnheit eingestellt, dass es mir irgendwann komisch vorkam, wenn mich jemand bei meinem in meinem reisepass stehenden namen nannte.
Unser kleines abenteuer konnte nun beginnen. Wir gingen zusammen fruehstuecken, ein sonntagmorgen wie man ihn sich nur wuenschen kann, erledigten die letzten einkaeufe fuer die naechste zeit, ich wurde in die reiseplaene eingeweiht und schon befuhren wir die faehre zur suedinsel. Die fahrt dauerte nur zwei, drei stunden, war aber keine gewoehnliche. Zwischen den beiden inseln liegen nur wenige kilometer, man muss aber den „queen charlotte sound“ passieren, um zum hafenstaedtchen picton zu gelangen. Und dieser war ausserordentlich schoen, windig, blau, und die stille auf dem deck der faehre, die eintrat als wir den sound passierten, war so erfuerchtig, ich kanns nicht anders beschreiben. Die leute standen mit offenen muendern und grossen augen auf dem deck und drehten sich langsam um ihre eigene achse, um die schoenheit dieser landschaft 360grad winkel aufzunehmen. Links und rechts neben uns balu- gruene huegel, um uns herum tiefblaues meer, das zusammenspiel von erde, wasser und wind atemberaubend und ich hatte so etwas noch nie vorher erlebt.
ich fasse nun kurz unsere vier wochen zusammmen und gehe spaeter naeher auf erwaehnenswerte details einJ. der plan war, erst einen zwei- tage marsch auf dem „queen charlotte track“ zu machen, dann weiterzufahren nach nelson, da einen tag zu verbringen, danach zur noerdlichen spitze der suedinsel zu fahren, zum „abel tasman“, dort einen drei- tage marsch hinter uns zu legen, und die gelaufenen kilometer am ende mit dem kanu auf dem meer zurueckzupaddeln. Danach wollten wir uns noch weiter in den norden wagen, einen stop im in den bergen gelegenen waitapu einlegen um dann einen tag an der laengsten sandduene der welt zu verbringen und an einem strand, wo robben hausen und wenn ebbe ist, man eine hoehlenlandschaft erkunden kann. Nach ein paar tagen aufenthalt im oberen teil der insel waren wir gespant auf den rest und fuhren relativ schnell uebers landesinnere an die westkueste, wo das naechste erwaehnenswerte die beiden gletscher „franz josef“ und „fox“ sind, wobei wir den einen besteigen, und den anderen nur betrachten wollten. Die tage in eis und kaelte liessen die sehnsucht nach waerme immer groesser werden und wir fuhren weiter runter die kueste nach haast, was alles andere als erwaehnenswert ist, ich es aber trotzdem schreibe. Das tollste erlebnis dort war, an einen strand bei sonnenschein, nach tagen im kalten wetter zu gehen, einen relativ akzeptablen strand vorzufinden, nach drei sekunden aufenthalt aber wieder umkehren zu muessen, weil ein schwar sandfliegen ammok hinter einem herfliegt. Das grosse problem der suedinsel sind die sandfliegen, die schlimmer sind als alle moskitos und man sie einfach nicht losbekommt. Ja, haast. Von haast wieder ins landesinnere, vorbei an zwei kalten seen, nach wanaka, wo ich zufaellig john aus dem flugzeug im supermarkt wieder traf und er irgendwie das beduerfnis hatte mir etwas zu schenken, und mir so freudestrahlend, doch etwas schuechtern eine warme bierflasche uebergab. Schoene tage in wanaka, eine am see gelegene stadt mit einem fantastischen „puzzle paradies“, in dem wir uns stunden im labyrinth und dem „raum der sinne“ vergnuegten, mir das erste mal im meinem leben schlecht wurde in einem solchen, weil die waende schief, und die sinne getruebt waren. Das ende fuer unsere berlinerin theresa war in sicht, als wir auf dem weg nach queenstown waren. Sie flug nach einer grossen abschiedsnacht wieder zurueck ins nest deutschland, wir blieben in einem kleinen huettchen in queenstown und lebten mit dem ueberaus liebenswerten deutsche kleinen dumbo danielo und dem ausrtalischen dreadlock rob, die schnell zu familienmitgliedern wurden. Jede nacht ein kleiner wein in queenstown, jede nacht ein kleines taenzchen gewagt, jede nacht die selbe bar, und morgens aufgestanden und die freunde beim bunjispringen gewusst. Ich war zu feige zum springen, und wir trafen uns zum „rafting“ auf dem wilden gebirgsfluss am nachmittag wieder. Queenstown verging wie im schlaf, fuenf tage, und ein so schoenes gefuehl kommt auf, wenn ich daran zurueckdenke. Danach auf zum „winetasting“ in die weltbekannte weinregion cromwell, am see gecampt mit einem feuer am abend und zu dritt in „cool runnings“ geschlafen, morgens die klappe aufgemacht und wind und wasser so nah um uns gehabt, zurueck in queenstown von marissa verabschiedet um dann mit den beiden jungs weiter in den sueden, nach steward island zu ziehen. Anstatt einer faehre einen flug auf die kalte insel genommen, in einem kleinen acht mann sitzer, rob als co- pilot hat uns etwas angst eingejagt, aber wir kamen an, nasse maersche auf steward unternommen, leider keine kiwis gesehen, zu scheu, und nach stunden im regen aufgewaermt am gemuetlichen feuer mit cappuchino, die insel verlassen mit dem gedanken, irgendwann zurueckzukommen und hier zu leben, dann ans ende der welt gefahren…. das wirkliche ende der welt…. raue klippen, sintflutartiger regen, abenddaemmerung, und leider keine delphine und wale gesehen, weil sie sich alle vor dem wetter versteckten. Also weiter nach dunedin, dem letzten stop fuer uns zusammen, dort eine nacht geblieben, der naechste tag sollte ien gluecklicher werden. Wir fuhren zur steilsten strasse der welt, der „baldwin street“, tuckerten die 19 %ige steigung hoch und waren froh, dem alten „cool runnings“ das nicht zumuten zu muessen, dann weiter zum „shag point“ um so nah pinguine, robben und moewen, jedoch leider immer noch keine delphine und wale zu beobachten, tausende fotos zu schiessen, dann weiter zu den merkwuerdigen moreaki steinen, die kugelrund und manchmal aufgesprungen am starnd liegen. Zurueck ueber dunedin auf die halbinsel der albatrosse, die gigantischen schwingen dieser tiere bestaunt, zurueck in dunedin ein festliches abschiedsmahl genommen, eine abschiedsnacht vertanzt und am morgen darauf unter traenen abschied genommen. Vollgepackte vier wochen mit erlebnissen die uns keiner wieder nehmen kann. Mit todtraurigem herzen im bus nach christchurch gesessen, kein hostel gebucht, egal gewesen ob ich den bus verpasse oder nicht, die nase hochgezogen und drauf geschissen obs jemand eklig findet, zwei freunde zureuckgelassen die einem unglaublich wichtig geworden sind und mit denen man den letzten monat verbindet. Nachts in christchruch angekommen, sam aus australien nicht erreciht, der seine wohnung fuer die zwei tage angeboten hatte, also ein hostel gesucht und einfach eingeschlafen.
Und genau hier bin ich. Sitze seit stunden im internet cafe, lade bilder hoch, versuche gedanken zu ordnen und versuche, mich auf das kommende zu freuen. Die stadt ist schoen, es gibt alte, victorianische haeuser, und das hostel hat eine hinterterasse, die ganz nach meinem geschmack zwischen roten backsteinhaeusern liegt.
dies ist mein letzter tag in neuseeland und morgen um sieben in der frueh geht der flieger nach australien.