Hey…
Soo, jetzt muesste bei den meissten bei euch in Deutschland so langsam die weihnachtsstimmung einbrechen, es wird immer frueher am abend dunkler und die blaetter warden immer braeuner und weniger. Ein schoener gedanke, und bei mir laeuft alles genau umgekehrt. Es wird immer und immer heisser, die supermaerkte fangen langsam an, weihnachtsdekoration aufzuhaengen (was nur sehr ungluecklich gelingt) und der sommer bricht ins land. Der sommer bringt allerdings auch die strandzeit mit sich, was mir allerdings nicht viel bringt, weil ich mich mitten im outback, in der erbarmungslosen wueste in alice springs befinde…. Kein wasser weit und breit ausser der hostel swimmingpool ein paar schritte neben meinem zimmer;)
Nur wenig troestlich. Aber alles mal der reihe nach!
In Darwin hatte ich eigentlich vor, zwei wochen zu bleiben. Doch nachdem ich rausgefunden ahtte, dass die stadt wenig reitzvoll und die hostels bei weitem nicht so wie das pirates sind (;)) habe ich bechlossen, meinen flug vorzuverschieben. Ich verbrachte nur einen tag mit neuen freunden am Alexander lake und im botanischen garten, der nicht besonders gross, dafuer aber recht schoen ist. Der see war leider keine grosse erfrischung, das wasser war badewannen warm und die luft unglaublich schwuel. Von daher zogen wire s bald vor, den rest des tages in irgenwelchen klimaanlage gekuehlten raeumen zu verbringen, wie zum beispiel der bibliothek. Ich habe selten eine so kleine bibliothek gesehen, ich hatte ernsthaft die absicht, etwas zu lessen und informationen ueber die aborigines zu finden, doch leider wurde ich mit der buecherauswahl, die aus drei kleinen regalen bestand, enttaeuscht. Dafuer gab es freies internet. Zur verteidigung fuer Darwin muss man sagen, dass die stadt komplet 1974 vom sturm tracy zerstoert wurde und nur drei haeuser stehen blieben. Von daher also ist alles schnell und neu erbaut worden, was man der stadt auch ansieht. Ich habe dann aber beschlossen, in die natur, in den nationalpark zu fahren. Relative schnell fabd ich dann auch einen reisepartner, ein koreanisch gebuertiger, australischer chacky chan, der sehr plauderhaft aufegelgt war. Wir hatten uns zusammen einen so genannten “wicked camper”geliehen, ein sehr bunt besprayter alter Toyota bus, mit dem wir dann am Freitag uns auf in die wildnis machten.
Im park gab es viel zu sehen; wir krakselten auf ewig hohe felsen, bewunderten jahrhunderte alte wandmalereien, kochten umringt von dingos, duschten mit froeschen, sangen mit kakadus, badeten in schwindelerweckender hoehe auf der spitze eines wasserfalls, besuchten unzaehlige aussichtspunkte mit wunderschoener sicht ueber die weite ebene und das angrenzende aborigine arnheim land, das man nicht ohne erlaubnis befahren darf, schlugen uns mit unserem alten gefaehrt durch die fuer vierradantrieb gefaehrte vorgesehene pfade und schafften es, nicht stecken zu bleiben. Allem in allem schoene und erlebnisreiche vier tage.
Als ich dann meinen flug nach alice springs nahm war ich sher ueberrascht, als ich in einem fast leeren flugzeug sass und weil das reisebuero in Deutschland schon vor ein paar monate meinen sitzplatz ausgesucht hatte, sass ich in der hintersten ecke, mutterseelen allein und musste mich lautstark bemerkbar machen, bis eine stewardess mich vage zur kenntnis nahm. So konnte ich wenigstens unbemerkt mir eins ins faeustchen lachen ueber diese seltsame situationJ
Im shuttlebus auf dem weg in die stadt lernte ich klara kenne, eine 71 jahre alte, in brasilien lebende deutsche dame kennen, die mich dann schlussendlich am ende unserer fahrt fragte, ob ich sie nicht auf ihrem trip begleiten wolle zum kings canyon und dem uluru-kata-tjuta natonal park. Ich wollte mir das ueberlegen.
Die fahrt hatte ungewoehnlich lange gedauert, weil in der stadt der todd river ueberschwemmt war, was einmal in zwanzig jahren passiert. Es gab einen riesigen stau, weil jeder autofahre und sonstige teilnehmer des strassenverkehrs sich eher auf den fluss, als auf die strasse konzentrierte. Aetzend, da ich so aufgedreht und gespannt war, was mich jetzt in der neuen stadt erwarten wuerde. Ich waere beinah geplatzt.
Endlich im hostel angekommen staunte ich nicht schlecht;ein zweites, ja sogar noch besseres pirates, das alice’s secret hiess!! Ich waere an diesm tag wirklich fast vor glueck geplatzt. Spaeter rief ich karla an und so machten wir uns gleich am naechsten morgen zum kings cannyon auf. Eigentlich wollten wir noch nach glenn Helen, einer schlucht, doch leider waren die strassen unbefahrbar und gesperrt, was noch einmal zeigte, wie man in australien der nature einfach unterworfen ist und nichts dagegen machen kann.
Der kings canyon ist eine gebirgskette mit einer schlucht, auf der man einen 6 kilometer langen fussweg laufen kann.und genau das machten wir dann auch am naechsten morgen, nachdem wir abends den sonnenuntergang ueber dem canyon und den puren sternenhimmel bewundert hatten. Insgesamt dauerte der walk dreieinhalb stunden und war wunderschoen, weil wir morgens losgegangen waren mussten wir auch nicht mir den riesigen reisegruppen die steine teilen. Der canyon ist eine sehr alte, versteinerte sandduene, woher auch die vielen verschiedenen schichtenund formationen kommen. Und wenn man ein bischen auf eine anhoehe kltetterte hatte man einen irrsinnigen blick ueber die unendliche weite…leider konnte man den uluru (ayers rock) aber dann doch noch nicht sehen. Karla war auf der ganzen reise mir immer zwei schritte vorraus und liess sich zu meinem amusement von keinem schild oder stock aufhalten;)
Am naechsten tag gings weiter zum uluru. Eigentlci hat man den stein schon satt und genug gesehen, bevor man ueberhaupt im ayers rock resort angekommen ist, weil alle geschafte artikel mit ayers rock motiven anbieten;und das im ueberdruss. Aber als wir dann den felsen sahen, und zwar von nahem , konnten wir nicht anders, als zweimal in schrittgeschwindigkeit und mit offenen, sabbernden muendern und staunenden rufen um den felsen drumrum zu fahren. Der fels hat unglaublich viele verschiedene formen, schaut von jeder, aber auch jeder seite und anschauungswinkel anders aus und ist einfach komplett anders, als man ihn von allen fotos und kalendern kennt. Er ist einfach was sehr besonderes, dieser risen monolith.
Ein paar kilometer neben ihm stehe die olgas, oder kata tjuta, die mindestens genauso beeindruckend sind. Es sind kleinere, rundere felsen, die schraeg gegeneinander stehen und sehr maechtig wirken.
Zum abschluss unserer tour durfte ich klara in ein restaurant einladen. Wir hatten in den tagen viel gesehen, erlebt und uns vor allem gut vertsanden, ich war froh, mit ihr mitfahen zu koenne weil ich mit einer organisierten tour bestimmt nicht so glucklich geworden waere.
Und jetzt bin ich, nachdem mich ein flughafenangestellter in seinem auto mit zurueck in die halbwege zivilisation genommen hat, wieder in alice und glaube, dass ich hier auch erstmal eine woche bleiben moechte…..
Liebe gruesse…..