Oktober 2008


guten morgen…

na, alle ausgeschlafen ihr da oben?!

jippie!!endlich, endlich gehts bei mir los;ich werde am montag fuer eine woche nach exmouth fahren und auf dem weg dahin delphine, wale, koalas, kaegurus, wasserfaelle, schaf farmen und vieles mehr bestaunen…

ich habe mich fuer diese tour ganz kurzfristig entschieden und bin ueberglucklich.meine plaene haben sich also geaendert, ich werde den flug nach darwin doch nehmen und dann schlussendlich fremantle nach sieben wochen verlassen…heul…. mein herz ist hier irgendwie haengen geblieben aber ein paar tage hab ich ja noch.

also, der naechste bericht wird wieder ein spannender!!!

see you later, euer lobster

Hello!

Nachdem ich mich nicht weiter meiner langsamkeit beschuldigen lassen moechte, habe ich mich nun endlich an einem Freitag abend dazu begeben, hier aus australien zu berichten…

Ich habe schon oefters angefangen, einen artikel zu schreiben, dies aber dann nach ein paar worten wieder aufgegeben, weil ich gemerkt habe, dass es ziemlich schwer ist, das hier erlebte ueberhaupt irgendjemandem richtig vermitteln zu koennen. Ich erlebe jeden tag neues und bisher fuer mich unbekanntes, treffe jeden tag andere menschen aus allen laendern der erde und die tage und wochen fliegen einfach so vorbei!

Der letzte stand war glaube ich “arbeitslos, Fremantle und gluecklich”. An den beiden letzteren hat sich nichts geaendert, arbeit habe ich aber inzwischen gefunden. Meine erste arbeit war und ist in einer einrichtungsfirma, die stellwaende verleiht und diese dann auf- und abbaut. Am ersten arbeitstag war ich die einzige weibliche person weit und breit, ich habe in der zwischenzeit aber eine englaenderin bei der arbeit entdeckt. Die arbeit gefaellt mir gut, es ist nur manchmal echt schwer ich mag die leute mit denen ich arbeite.die stimmung ist sehr gelassen und relaxt, es warden tausend witze gerissen und der arbeitsplatz ist ein einziger grosser spielplatz fuer die grossen jungs…

Meine zweite arbeit war eine woche auf der “perth royal show” zu arbeiten, dass ist eine mischung aus kirmes, mannheimer mai markt, tiershow und messe. Ich habe in einem caravan gearbeitet und uebelst haesslichen schmuck verkauft… wir hatten “im- dunkeln- leucht- ohrringe”, kirschbauchnabel piercings und glitter- gebisse fuer den perfekten “50 cent” style ;)

Nach dem ersten tag arbeit dort wollte ich einfach nur noch weg und keine geraeusche, verrueckte leute und fastfoot mehr sehen. Dass ich den schmuck so absolute nicht mochte, hat das ganze nur noch schlimmer gemacht, doch wie man so schoen sagt, der mensch ist ein gewoehnungstier… ab der mitte der woche hatte ich mich an den trubel gewoehnt und mich mit meinem chef und seiner sehr suessen thailaendischen frau angefreundet. Am ende fiel es mir jedoch nicht ganz so schwer, den caravan fuer immer zu verlassen..;)

Eine tag zwischendurch habe ich in einer bar\restaurant direct am strand gearbeitet, was mir sehr gefallen hat. Ich glaube bei meinem naechsten stop suche ich mir arbeit in der gastronomie. Aber fuer Fremantle bin ich mit dem zufrieden, was ich hier habe und kann die tage ganz geniessen.

Ich lebe immernoch im “backpackers pirates”und es wird jeden tag ein bischen mehr zu meinem zuhause. Ich versuche hier meine ersten richtig “freihaendigen” schritte zu beschreiben. Auf einmal muss man selbst dafuer sorgen, dass der hunger mit einem koestlichen mahl gestillt warden kann; die waesche saubert sich auch nicht mehr allein davon, dass man sie in einen grossen korb wirft und das geld hebt man vom eigenen konto ab.

So richtig darauf vorbereitet habe ich mich nicht darauf; ich habe hier keine verwandten, die ich mal um hilfe bitten kann, und keine freundin, die ich seit jahren kenne. Und doch fuehle ich mich nie alleine gelassen, allen backpackern geht es hier so und deshalb hilft man sich ganz selbstverstaendlich.

Im hostel hausen von grundauf so unterschiedliche menschen, doch dadurch, dass sie eine gemeinsame sache haben, das reisen und das unbekannte land, laesst sie harmonieren und auf engem raum zusammen leben. Man lernt die leute schneller und auf eine andere weise naeher kennen, da man mit ihnen teilweise den ganzen tag zusammen verbringt.

Die sprache ist fuer mich inzwischen eigentlich keine problem mehr; mich fragen die leute immer haeufiger, ob ich aus irland komme, mein akzent hoere sich danach an. Am anfang war es schwieriger, auf englisch verstaendlich zu machen, was man will. Wirklich viele vokabeln habe ich nicht dazu gelernt, es ist eher der sprachfluss, in den man reinkommt.

Allem in allem geht es mir sehr gut, ich fuehle mich wohl und koennte mir sogar vorstellen, hier zu leben…

Meine naechste reise jedenfalls geht nach korea, doch davon erzaehle ich naechstes mal.

Im hostel steigt gerade ein “german bierfest” das ich nicht verpassen moechte, man muss sich deutsch verkleiden und so fuehlen sich die 25 deutschen aus unserem hostel auch ein bischen wie zuhause..

Morgen gehe ich mit niels, Daniel und emma (hollaend und England) auf eine “whale watching” tour auf einem boot, das war ein geburtstagsgeschenk;) ich freue mich auf jeden fall schon auf die grossen viecher!

Der naechste bericht kommt hoffentlich schneller!

Viele tausend lieb gruesse an die alten geraete zuhause und machts gut!!!

Eure maren

 

ps.

vielen lieben dank auch fuer die ganzen geburtstagsgruesse!!

und natuerlich fuer die kommentare, obwohl mein alter herr papa sich auch mal zu wort melden koennte;)